Georgs erster Sämling 2016 blüht

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Georgs erster Sämling 2016 blüht

Beitrag von GeoBro » 20.06.2016, 21:58

Hallo ihr Lieben !
Letztes Jahr habe ich ja nicht alle Sämlinge zur Blüte gebracht. Jetzt ist es soweit, eine Schwester zu dieser hier:
20150923_175214_Richtone(HDR).jpg
noch namenlos,muss sich in diesem Jahr noch beweisen
hat angefangen zu blühen.
Die erste Blüte ist ja noch nicht so aussagekräftig, aber ich habe sie jetzt eine Woche beobachtet und sie gefällt mir immer besser.
Was sagt ihr dazu?
16.06.
20160616_071024.jpg
16.06.
18.06.
20160618_085523.jpg
18.06.
20.06.
20160620_065902.jpg
Werde noch Bilder machen, auch von den nächsten Blüten, ich hoffe, dass die Füllung noch weiter rauskommt.
Grüße aus dem schönen Wagrien

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Re: Georgs erster Sämling 2016 blüht

Beitrag von GeoBro » 21.06.2016, 22:38

So ganz bin ich nicht zufrieden mit den Blüten des neuen Sämlings. Sie brauchen recht lange, um sich voll zu entfalten und bevor die Füllung richtig raus gekommen ist, welken die Blüten schon von außen her. Ist das ein Mangel des Sämlings oder stimmt vielleicht der Standort nicht? Er steht voll in der Sonne. Muss der Sämling erst noch älter werden, damit man endgültig etwas zur Qualität der Blüten sagen kann? Ich weiss es nicht. Kann jemand diese Fragen beantworten?
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Re: Georgs erster Sämling 2016 blüht

Beitrag von Monika Gottschalk » 25.06.2016, 09:43

Die von Dir beschriebene Entwicklung der Blüte ist meist ein Fehler, den auch ich bei einigen meiner Sämlinge beobachten konnte. Standortwechsel oder ausgleichende Düngegaben haben nie etwas gebracht. Ich vermute, daß es die weniger ausgeprägte Anlage eines zweiten Kelches ist, siehe im Thread Verkrüppelte Blüten. Daher die häufige leichte Vergrünung der äußeren Blütenblätter und die verzögerte Ausbildung der Füllung, die eigentlich die richtige Blüte ist.
Um sicher zu sein, daß es dies bei Deinem Sämling so ist, solltest Du ihn wenigstens einen Sommer lang testen und blühen lassen. Gefüllt blühende Hybriden sollten Sonneneinstrahlung bei normalen Sommertemperaturen (20 - 30°) aushalten können, ohne Schäden zu zeigen. Bei kühleren Temperaturen dauert die Entwicklung der Füllung etwas länger, sie wächst auch oft weiter heraus, trotzdem welken die äußeren Blütenblatter nicht.
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Re: Georgs erster Sämling 2016 blüht

Beitrag von GeoBro » 25.06.2016, 13:53

Danke für deine Ausführungen. So wie du es beschreibst, scheint es ein Fehler des Sämlings zu sein. Ich habe ihn nämlich in den Halbschatten umziehen lassen und folgende Beobachtungen gemacht. Die Blüten sind eigentlich doppelt gefüllt. Die innerste Füllung hat es bisher nie heraus geschafft, vorher fault sie eher. Im Halbschatten färben sich die Blüten auch nicht mehr schön gelb, sondern sind grün-weiß mit leicht gelbem Hauch. Es scheint also die von dir beschriebene Vergrünung zu sein. Ich werde noch diese Saison warten, aber ich vermute, das er Ausschuss ist.
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Re: Georgs erster Sämling 2016 blüht

Beitrag von GeoBro » 03.07.2016, 19:06

Dieser Sämling ist wohl nichts geworden. Das Umstellen in den Halbschatten hat der Haltbarkeit der Blüten genützt und der Geruch ist umwerfend gut, aber eine normale Blüte bekomme ich nicht zu sehen. :smiley_emoticons_sadnew:
Habe mal eine seziert:
20160703_184005[1].jpg
20160703_184012[1].jpg
20160703_184124[1].jpg
20160703_184251[1].jpg
Liebe Monika,ist Dir dieses Blütenbild bekannt? Steht es für einen bestimmten Defekt?
Könnte sich noch etwas ändern? Würde den Sämling sonst gern entsorgen und somit Platz für andere schaffen. :smiley_emoticons_aufsmaul:
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Re: Georgs erster Sämling 2016 blüht

Beitrag von Monika Gottschalk » 15.07.2016, 18:54

Die pralle Füllung dieser Blüte ist noch normal. Wichtig ist, daß die äußere Kronröhre und Blüte im Aussehen einer normalen Blüte entspricht und nicht als halbgrüner krüppeliger Kelch/Blüte aussieht. Es gibt viele Hybriden, deren Blüten zwar gefüllt, die Füllungen aber 'steckenbleiben', also nicht herauswachsen. Das ist kein Mangel. Vielen gefällt das.
Den Mangel, den ich sehe ist eher der, daß die Blüte wenig haltbar ist, wie Du schreibst. An den Mehrfachfüllungen liegt es nicht. Es gibt etliche Hybriden, deren Blüten mit solchen Füllungen mehrere Tage, ja sogar bis zur einer Woche halten. Warte doch bis Herbst, vielleicht noch ein weiteres Jahr und beobachte sie weiter, bevor Du Dich entscheidest, ob Du sie behalten und benennen willst. Bedenke dabei, die Nachkommen sollen immer bessere Eigenschaften haben als die Eltern.
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Re: Georgs erster Sämling 2016 blüht

Beitrag von GeoBro » 16.07.2016, 22:38

Vielen Dank für deinen Rat Monika !
Ich werde also noch warten und nicht so ungeduldig sein. Warte im Moment auf das Blühen neuer Sämlinge und bestäube unvernünftig viel, weil ich das eh niemals alles "grossziehen" kann. Im Prinzip ein tolles Engeljahr, nur leider wieder etwas sehr windig (ordentlich Bruch gehabt). Ein paar Sämlinge sind gut gestartet, um dann sehr schnell alle Blätter zu verlieren. Alle jeweils aus einer Linie. Vermute starke Anfälligkeit gegen Spinnmilben. Jetzt,da es viel regnet, erholen sie sich langsam, aber eigentlich möchte ich mit dieser Anfälligkeit gar nicht erst weiterzüchten. Stelle morgen Bilder vom Schadensbild ein. Mal sehen, was Du davon hältst.
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Re: Georgs erster Sämling 2016 blüht

Beitrag von GeoBro » 17.07.2016, 21:06

Hier die versprochenen Bilder mit den Schäden an den Sämlingen:
Hasi 2182.jpg
Hasi 2181.jpg
Hasi 2180.jpg
Ist das ein Weichhautmilbenbefall oder etwas ganz anderes?
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Re: Georgs erster Sämling 2016 blüht

Beitrag von Monika Gottschalk » 20.07.2016, 14:41

Das Schadbild sieht weder nach Spinnmilben- noch nach WHM-Befall aus. Zwar könnte man die eingetrocknete Triebspitze auf dem letzten Bild als Spinnmilbenschaden ansehen, doch die eigenartige Deformierung der Blätter an allen Sämlingen läßt mich stutzig werden. Sie wirken unnatürlich aufgebläht. Ob auch Blattwanzen zum Schaden beigetragen haben, kann ich nicht sagen, ich sehe keine der für sie typischen 'Lochmuster'.

Weichhautmilben werden erst bei feuchtem Wetter aktiv, während trockenwarmer Perioden sind nur Spinnmilben aktiv. WHM befallen als Erstes die Triebspitzen, die klein bleiben und verhärten.Die Spitze stirbt ab. Ältere Blätter werden erst im Spätstadium befallen. Spinnmilben wandern von der Mitte nach oben. Ihr 'Markenzeichen' sind silbrig schimmernde Blattoberseiten, weil sie die Blätter 'trockensaugen' auch weben sie feine helle Netze um die Blattränder herum und /oder lange rötlich schimmernde Fäden, die von den Blattspitzen herabhängen. In diesen Fäden tummeln sich Hunderte von Milben. Bei Spinnmilbenbefall stirbt die Triebspitze zuletzt.

Ich würde das Aussehen der Blätter auf eine Ernährungsstörung zurückführen.

Welchen Dünger verwendest Du und in welcher Menge? Ich glaube, das die Schäden eher hier zu suchen sind.
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Re: Georgs erster Sämling 2016 blüht

Beitrag von GeoBro » 22.07.2016, 15:33

Hallo Monika!
Ein Ernährungsproblem könnte es schon sein. Ich habe letztes Jahr Unmengen von Kompost produziert. Dieser ist in seiner Zusammensetzung sicher nicht ausgewogen. Ich habe ihm Rinderdung, Hornspäne und Kalk zugesetzt. Auch Blähton kam zum Einsatz. Gedüngt wird fast kontinuierlich mit HaKaPhos blau. Die meisten ET wachsen sehr gut, allerdings werfen doch einige relativ viele Knospen ab oder es bilden sich wenige in den Blattachsen. Werde mal den ph-Wert messen, obwohl ich meinen würde, dass alles eher "kalklastig" gehalten wird. Habe immer tendenziell Angst vor Versauerung des Bodens. Dachte, ein relativ hoher ph-Wert schadet nicht. Was mich wundert ist, dass eben nur bestimmte Exemplare betroffen sind, andere wieder nicht...
Ich vermisse diese brachialen Blütenschübe, mag aber an der Jahreszeit liegen, da ich üblicherweise erst im September schöne ET habe. Dieses Jahr bin ich deutlich früher dran,weil ich hell Überwintern konnte. War gestern im Baumarkt und konnte kein ph-Messgerät bekommen :smiley_emoticons_sadnew:
Werde mal online bestellen. Zur Erde sei soviel gesagt, gute Erde kann man kaufen und vielleicht ist dies auch notwendig, aber mir tat es in der Seele weh, diesen tollen Kompost nicht zu verwenden. Insgesamt bin ich sehr zufrieden, tolle Tomaten, Salat und Gurken, Fuchsien wachsen mit Turbo und manche ET lieben es, andere wiederum zicken rum mit langsamen Wuchs, gelben Blättern mit Abwurf und wenig Blütenbildung. Was ich auch nicht kenne: Schöne Knospen, die kurz vor Aufblühen abgeworfen werden.
Hier als Beispiel die unverwüstliche Marbach. Toller Wuchs, aber wenig Blüten.
20160724_075826.jpg
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Re: Georgs erster Sämling 2016 blüht

Beitrag von GeoBro » 27.08.2016, 22:20

Sie ruht nun in Frieden auf dem Kompost...
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