Winterblühende Gehölze


Brigitte Stisser

Winterblühende Gehölze

Beitrag von Brigitte Stisser » 18.03.2011, 23:03

Ein spezielles Sammelgebiet sind winterblühende Gehölze.
Ich möchte heute einmal mit Viburnum x bodnantense beginnen, obwohl man schon früher damit hätte anfangen können.  

Winterblühender Schneeball - Viburnum x bodnantense  

Wuchs: kleiner bis mittlerer Strauch,zw. 1 und 3 m Höhe
Blüte: weiß, hellrosa, rosa, duftend, von Nov. bis Febr.
Standort: sonnig bis halbschattig, leicht geschützt
Pflege/Schnitt: Auslichten zu dichter Triebe nach der Winterblüte
Boden: guter Gartenboden, organ. Dünger oder körniger Langzeitdünger

Die Gattung Viburnum umfasst ca. 200 Arten, die ihre prächtigen schneeballartigen Blütenstände zu unterschiedlichen Jahreszeiten ausbilden. Dazu gehören auch diese  beiden winterharten Arten ( Der zweite ist Viburnum tinus, von dem ich aber kein Bild besitze.)

Viburnum x bodnantense ist schnell und aufrecht wachsend. Er braucht wenig Schnitt. Die ersten Blüten öffnen sich bereits von Oktober bis Dezember, bei milder Witterung auch sehr viele. In voller Blüte mit herrlichem starken Duft steht er normalerweise im März. Viburnum ist im Garten als Pflanze fast völlig problemlos. Er ist frei von Krankheiten und Schädlingen. Viburnum wünscht einen sonnigen bis halbschattigen Standort und stellt kaum Ansprüche an den Boden. Nach der Frühjahrsblüte möchte er jedoch, seineTriebe stets sparsam ausgelichtet wissen.


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Wird fortgesetzt.

Brigitte.

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Line
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Beitrag von Line » 19.03.2011, 08:21

Hallo Brigitte, dieser Thread ist eine gute Idee.
So  können wir die Gartensaison früher einläuten, oder auch verlängern - wie man es nimmt. Ich freu mich auf interessante Pflanzen Bild
Jeder fängt mal KLEIN an: Bild
Gruß Line

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Bluemchenblume
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Beitrag von Bluemchenblume » 19.03.2011, 08:54

oh oh Brigitte, jetzt hast du mich erwischt.

Ich habe ja auch einige Winterblüher, aber den hier noch nicht.

Ich denke, das wird sich schnellstens ändern.  :)
bis später, wiiinke

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Einblicke in meinen Garten

Abgerechnet wird am Schluß ;o))

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Beitrag von gudrun » 19.03.2011, 09:43

Kann ich nur wärmstens empfehlen. Sehr pflegeleicht. Nach zweijähriger Anwachspflege ist sogar hier im Rhein-Main-Gebiet zusätzliches Gießen im Sommer überflüssig.
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Viele Grüße aus Hochheim
Gudrun

Brigitte Stisser

Lonicera purpusii

Beitrag von Brigitte Stisser » 19.03.2011, 18:10

Diesen Beitrag habe ich schon länger vorbereitet.
Er wird verbunden mit einem 2.ten Thread, der mir schon lange vorschwebt.
Und zwar:  "Pflanzennamen und ihre Namens-Paten".

Den Anfang soll Lonicera x purpusii machen.

WINTERBLÜHENDE GEHÖLZE: ZAUBERNUSS, WINTERBLÜTE, SCHNEEFORSYTHIE & CO.
Winterblühende Gehölze erfreuen uns mit ihrem Duft und ihrer Blüte. Darunter gibt es sehr attraktive, die gut in kleinere Gärten passen. Zaubernuss (Hamamelis), Chinesische Winterblüte (Chimonanthus praecox), Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum) und das Winterblühende Geissblatt (Lonicera x purpusii) sind ausserordentlich schöne Gehölze. Manche allerdings etwas heikel und nur an geschützten Orten, in Weinbau- oder Seeklima zu pflanzen.


Herkunft von Lonicera x purpusii

Lonicera x purpusii ist eine Kreuzung von Lonicera fragrantissima x Lonicera standishii.
Diese Kreuzung entstand bereits vor 1920 im botanischen Garten in Darmstadt. Beide Elternteile haben die Heimat in China.

Und so sieht er aus:

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Wird fortgesetzt. Bitte auch  den 2.ten Thread beachten.

Brigitte.

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Beitrag von Lisa » 19.03.2011, 18:20

Im Herbst hab ich einen großen Busch gepflanzt und im Moment blüht er auch wunderbar. Er ist schön halbrund gewachsen, schlecht zu fotografieren. Hier ein Ausschnitt:

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Liebe Grüße

Lisa

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Beitrag von Karingoldi » 19.03.2011, 21:11

Sagenhaft ,was man da alles kennenlernt  :D
einfach hübsch Brigitte und Lisa
Liebe Grüße Karin

Das Wunderbarste von all dem, was im Menschen ist, ist sein Herz;
denn es ordnet sein ganzes Wesen. Bild

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gasteria
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Beitrag von gasteria » 21.03.2011, 20:11

Das finde ich ja mal klasse,jetzt habt ihr mir ja was gezeigt...Sind die auch für unsere strengen Winter gedacht?Danke für dieses interessante Thema.
LG Silke
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Beitrag von Lisa » 21.03.2011, 22:50

Also hier bei mir in der Eifel war es richtig kalt, das hat dem Strauch nichts gemacht. Nach den Zaubernüssen blühen jetzt bei mir noch die beiden Scheinhasel in leuchtendem Gelb.
Liebe Grüße

Lisa

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Beitrag von gudrun » 21.03.2011, 23:22

Dürfte im Winter keine Probleme machen.
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Viele Grüße aus Hochheim
Gudrun

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Beitrag von Lisa » 22.03.2011, 10:15

Den großen hab ich vor 5 Jahren mit umgezogen, er hat komplett neu ausgetrieben und ist für die kalte Eifel gar kein Problem.

Der kleine steht noch im Topf, den gab es im Herbst für 1 Euro in einem Blumengeschäft.


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Liebe Grüße

Lisa

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gasteria
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Beitrag von gasteria » 22.03.2011, 10:35

Da muß ich doch hier glatt mal schauen,das 1.Bild in diesem Thread ist herrlich.Nach was müßte ich da genau im Geschäft fragen?
LG Silke
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Brigitte Stisser

Beitrag von Brigitte Stisser » 22.03.2011, 14:42

Steht mit vollem Namen dabei  !!

Winterblühender Schneeball  -   Viburnum x bodnantense!!

Brigitte.

Brigitte Stisser

Seidelbast - Daphne mezereum

Beitrag von Brigitte Stisser » 22.03.2011, 19:59

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Mit dem Seidelbast  -  Daphne mezereum
möchte ich einen weiteren Winterblüher vorstellen.


                   Echter Seidelbast


Der Echte Seidelbast (Daphne mezereum), , ist eine Pflanzenart aus der Gattung Seidelbast (Daphne) und gehört zur Familie der Seidelbastgewächse (Thymelaeaceae).

Der Seidelbast ist ein kleiner, wenig verzweigter, sommergrüner Strauch, der eine Wuchshöhe von etwa 40 bis 125 cm erreicht. Diese frühblühende Art bildet zwischen Februar und März vor ihrem Blattaustrieb die stark duftenden, rosa bis purpurrot gefärbten Blüten aus..
Der Seidelbast ist die einzige cauliflore  !! Art Mitteleuropas; gewöhnlich ist Stammblütigkeit nur bei Tropenpflanzen verbreitet
Der Seidelbast wird von langrüsseligen Insekten bestäubt, für die er – bedingt durch die sehr frühe Blütezeit – eine wertvolle Nektarquelle darstellt. Im Falterstadium überwinternde und zeitig im Frühjahr fliegende Schmetterlinge, wie z.B. der Zitronenfalter, der Kleine Fuchs, das Tagpfauenauge oder der C-Falter werden durch die aromatisch duftenden Blüten angelockt. Auch Bienen und Hummeln treten als Bestäuber in Erscheinung. Die Früchte des Echten Seidelbasts bieten etwa zehn Vogelarten, darunter insbesondere den Drosseln, Nahrung. Die Samen passieren deren Verdauungstrakt unbeschadet und werden so weiter ausgebreitet.
Der Gemeine Seidelbast gilt als typischer Buchenbegleiter. Als Standorte werden kalkhaltige und nährstoffreiche Böden empfohlen.
Der Gemeine Seidelbast ist nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt.
Die ganze Pflanze ist durch Daphnin, Mezerein und Daphnetoxin stark giftig. Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Krämpfe, Blutungen und Brennen in der Kehle. Die enthaltenen Alkaloide wirken durchblutungsfördernd, weshalb bei Berührung der frischen Zweige Hautreizungen und blasige Geschwüre möglich sind. Das enthaltene Daphnin wirkt außerdem halluzinogen.
Bachstelzen und Drosseln sind gegen das giftige Fruchtfleisch anscheinend immun und speien die Steinkerne wieder aus, sie tragen dadurch zur Verbreitung bei.

Was ist Cauliflorie: So wird die Tatsache benannt, daß Bäume und Sträucher ihre Blüten direkt am Stamm bilden.

Dies ermöglicht auch schwereren Tieren, etwa kleinen Säugern, die Bestäubung, und auch für Vögel oder Fledermäuse   - diese sind ja nachtaktiv - sind die Blüten im Dunkeln besser  erreichbar.
Es stören keine Äste.
Kauliflore Pflanzen gibt es fast nur bei tropischen Pflanzenfamilien - Ausnahme ist der Seidelbast, der ein Relikt aus wärmeren Zeiten in der mitteleuropäischen Flora ist.

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Wird fortgesetzt.

Brigitte.

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Beitrag von MadMim » 22.03.2011, 23:58

Darf ich Dir meinen weißen Seidelbast mit einstellen?

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Good timber does not grow with ease -
the stronger the storm, the stronger the trees.

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